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Der kleine Waffenschein

Viele Menschen träumen vom Waffenschein, egal ob großer oder kleiner Waffenschein. Doch wissen nur die wenigstens davon wirklich was denn dieser ominöse Schein erlaubt. Bedenkt man dann noch, dass die Waffenbesitzkarte wieder etwas ganz anderes ist, so herrscht bald vollkommene Verwirrung.

Der kleine Waffenschein

Diese Form des Waffenscheins wurde mit der Novellierung des deutschen Waffengesetzes am 11. Oktober 2002 eingeführt. Dieses ist seit dem 1. April 2003 in Kraft getreten. Es ermächtigt den Inhaber dieses Waffenscheines zum Führen von

Ein kleiner Waffenschein berechtigt zum Führen von Schreckschußwaffen

Ein kleiner Waffenschein berechtigt zum Führen von Schreckschußwaffen

Signal-, Reizstoff- und Schreckschusswaffen außerhalb des eigenen Grundstücks oder der eigenen Wohnung. Ohne diese Genehmigung dürfen diese Waffen nur innerhalb dieses begrenzten Raumes geführt werden, gekauft werden dürfen sie allerdings von jedem Erwachsenen, gegen Vorlage seines Altersnachweises. Auch der Besitz ist erlaubnisfrei, lediglich zum Führen wird der kleine Waffenschein zwingend benötigt. Als Voraussetzung zur Erteilung des kleinen Waffenscheines werden mehrere Faktoren erwartet. Die persönliche Zuverlässigkeit des Antragstellers wird geprüft, ebenso wie eventuelle Vorstrafen. Zudem müssen die Waffen fachgerecht untergebracht werden, also so, dass kein Fremder Zugriff auf sie erhält. Zudem dürfen beim Antragsteller weder Alkohol- noch Drogenabhängigkeit nachgewiesen werden, auch das wäre ein Ausschlussgrund. Sind die Voraussetzungen erfüllt, so kann der kleine Waffenschein – je nach Bundesland – von Polizei, Ordnungsamt, Landratsamt, Kreisverwaltungsreferat oder Gemeinde ausgestellt werden. Auch die Kosten variieren je nach Bundesland. Zwischen 30 und 150 Euro ist hierbei alles möglich, wobei die Erteilung des kleinen Waffenscheines allerdings in der Regel ca. 50 bis 60 Euro kostet.

Großer Waffenschein und Waffenbesitzkarte

Wer dagegen den großen Waffenschein beantragen will muss zusätzlich zu den Bedingungen des kleinen Waffenscheins noch eine sogenannte Sachkundeprüfung. Hier wird der Antragsteller geprüft, auf seine Sachkenntnisse in Bezug auf das Führen, Besitzen und Benutzen von Waffen. Außerdem muss der Antragsteller über eine private Haftpflichtversicherung abgesichert sein. Der große Waffenschein gilt allerdings nur drei Jahre lang, er muss regelmäßig erneuert werden. Für die Beantragung und Verlängerung sind die Landratsämter oder – in kreisfreien Städten – die Ordnungsämter zuständig. Zudem muss der Antragsteller ein Bedürfnis nachweisen, eine Waffe zu benötigen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn eine erhöhte Gefährdung des Antragstellers vorliegt.

Die Waffenbesitzkarte unterscheidet sich von großem und kleinem Waffenschein dadurch, dass sie lediglich den Besitz einer Waffe erlaubt. Auch hier müssen die Bedingungen des Waffenscheins erfüllt werden, zudem muss der Antragsteller das Bedürfnis nachweisen, eine Waffe zu besitzen. Dazu zählen zum Beispiel das Sportschießen oder auch das Sammeln von Waffen. Eingetragen werden auf der Waffenbesitzkarte in jedem Fall die Waffen, die der Inhaber besitzen darf.