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Das Waffengesetz

Das deutsche Waffengesetz (Waffg) ist seit 1973 in Kraft. Es dient dazu, den Umgang mit Waffen in Deutschland zu regulieren. Das Waffengesetz regelt den Kauf und Handel von Waffen und Zubehör und legt fest, welche Waffen in Deutschland generell verboten sind. Unser Waffengesetz ist eines der strengsten der Welt.

Warum war ein Waffengesetz notwendig?

Nach dem 2.Weltkrieg war es für jeden deutschen BRD-Bürger erlaubt, Waffen privat zu besitzen. 1968 entstand dann das Bundes Waffengesetz, dass vor allem den Waffenhandel regelte. Der Besitz von Waffen wurde damals von den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich geregelt. Einige verlangten zum Beispiel schon Erwerbsscheine oder Bedürfnis-Nachweise selbst für Schreckschuss-Waffen, in anderen waren Kurzwaffen für Jäger und Sportschützen völlig frei erhältlich. Viele Abgeordnete setzten sich dafür ein, eine rigorose Reglementierung des privaten Waffenbesitzes durchzusetzen. Nach mehreren Anläufen erfolgte 1972 eine Grundgesetz-Änderung, die den Weg für ein Bundes-Waffengesetz freimachte. Mit seinem Inkrafttreten wurde für Waffen, die bisher frei erworben werden konnten, eine Meldepflicht, eine Waffenbesitzurkunde und eine Bedürfnisreglung eingeführt. Nach verschiedenen Gesetzesänderungen und Novellierungen haben wir heute ein Waffengesetz und ein Beschussgesetz, das strikt regelt, wer Umgang mit Waffen und Munition haben darf. Es berücksichtigt die Belange der öffentlichen Ordnung und Sicherheit und bekämpft den illegalen Waffenbesitz und Waffenhandel.

Der Unterschied zwischen Waffenbesitzkarte,Waffenschein und Kleinem Waffenschein

Die Waffenbesitzkarte ist eine Bescheinigung, die behördlich ausgestellt wird und für den Besitz, den Transport und die Ein-und Ausfuhr von nicht zugriffsbereiten Waffen notwendig ist. Die Waffenbesitzkarte regelt nur den Besitz der Waffe, nicht die Erlaubnis, sie zu verwenden. Der Waffenschein dagegen ist die Erlaubnis, als Privatperson eine bestimmte Schusswaffe zu führen. Diese Erlaubnis ist an strenge Anforderungen gebunden und gilt oft auch nur für genau festgelegte Tätigkeiten oder Anlässe. Darüber hinaus gibt es noch den sogenannten Kleinen Waffenschein. Er berechtigt den Besitzer zum Führen von Signalwaffen, Schreckschuss-Waffen und Reizstoff-Waffen. Der Waffenschein gilt maximal für drei Jahre und muss immer wieder verlängert werden. Nur volljährige Menschen mit gutem Leumund, einer Sachkunde-Prüfung und einer entsprechenden Haftpflichtversicherung können ihn erhalten.