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Die Waffenbesitzkarte – was ist das?

Bei einer Waffenbesitzkarte (WBK) handelt es sich in Deutschland um die Berechtigung Waffen zu besitzen. Meist sind Sportschützen, Jäger, Sammler und sogar Erben von Waffen im Besitz einer solchen Waffenbesitzkarte.

Doch was ist das genau?

Eine Waffenbesitzkarte listet sämtliche Waffen auf, die der Karteninhaber besitzen darf. Diese werden von der Behörde für Schusswaffen eingetragen. Eine Waffenbesitzkarte erlaubt ausschließlich das Besitzen von Waffen, nicht das mit sich

In der Waffenbesitzkarte müssen alle sich im Besitz befindlichen Waffen eingetragen werden

In der Waffenbesitzkarte müssen alle sich im Besitz befindlichen Waffen eingetragen werden

führen. Des Weiteren ersetzt sie keinen Waffenschein.
Bei der WBK werden zwischen drei Versionen unterschieden:

  • “grüne” Waffenbesitzkarte
  • “gelbe” Waffenbesitzkarte
  • “rote” Waffenbesitzkarte

Der Erwerb

Um eine WBK beantragen zu können, gibt es drei Grundvoraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Diese Voraussetzungen sind im Waffengesetz verankert und können nicht umgangen werden.

Die Zuverlässigkeit und persönliche Eignung

Hierbei spielen die Paragraphen §2-§6 des Waffengesetz eine Rolle. In ihnen wird definiert, dass die geistige und körperliche Eignung, sowie die persönliche Zuverlässigkeit des Antragstellers gegeben sein müssen. Außerdem muss das Mindestalter erreicht und der Antragsteller darf nicht vorbestraft sein. Bei der Zuverlässigkeit geht es darum andere vor missbräuchlichem oder leichtfertigem Verhalten der Erlaubnisinhaber zu schützen. Wenn die persönliche Eignung sichergestellt werden soll, dann handelt es sich um eine Prüfung, bei der in Erfahrung gebracht wird, ob der Antragsteller körperlich und geistig dazu in der Lage ist, mit einer Waffe umzugehen. Sollten Zweifel bestehen, dann kann ein fachärztliches und fachpsychologisches Zeugnis hinzugezogen werden. Generell müssen alle unter 25-jährigen – mit Ausnahme von Jägern – solch ein Zeugnis vorlegen.

Die Sachkunde

Um die Sachkunde zu erlangen gibt es einen Lehrgang der mit einer Prüfung beendet wird. Bei Jägern gilt die bestandene Jägerprüfung als Nachweis der Sachkunde, da hierbei eine fundierte und umfangreiche Schießausbildung und Schießprüfung zu Grunde liegen.

Das Bedürfnis

Jeder Antragsteller braucht einen triftigen Grund für den Waffenerwerb und muss diesen nachweisen. Sportschützen, Sammler, Sachverständiger, Jäger und in sehr seltenen Fällen der Selbstschutz wären solche Gründe, die nach den §13, §14, §17 und §18 festgelegt sind.

“grüne” Waffenbesitzkarte

Vor allem Jäger und Sportschützen erhalten diese WBK. Hier können Pistolen, Revolver und weitere Kleinkaliber eingetragen werden. Vor dem Erwerb der Waffe muss diese beantragt werden. Sie wird dann vorab in die WBK eingetragen. Der Karteninhaber hat dann bis zum Verfall dieser Vorabeintragung ein Jahr Zeit die Waffe zu erwerben.

“gelbe” Waffenbesitzkarte

Diese WBK gilt für Sportschützen eines anerkannten Vereins. Der Inhaber darf folgende Waffen eintragen lassen:

  • Einzellader mit glatten und gezogenen Läufen
  • Repetierlangwaffen mit gezogenen Läufen
  • einläufige Einzellader-Kurzwaffen für Patronenmunition
  • mehrschüssige Kurz- und Langwaffen mit Zündhütchenzündung

“rote” Waffenbesitzkarte

Bei dieser WBK sind Sammler gemeint, die primär nur eine bestimmte Art von Schusswaffen sammeln. Besondere Fälle erhalten eine Eintragung für Schusswaffen aller Art. Anders als bei anderen WBKs muss der Sammler keinen Voreintrag vornehmen lassen, es reicht, wenn er die Waffen binnen 14 Tagen nach Erwerb eintragen lässt.